Stephan Leygraf vom Caritasverband stellte die Planungen anhand der Baupläne für das künftige "Haus der Caritas" vor. Das in unmittelbarer Nachbarschaft des Hildegardisheims gelegene Pfarrhaus soll für die Jugendhilfedienste umgebaut werden. Die gemeinsame Nutzung der Räumlichkeiten mit der Pfarrei Corpus Christi wurde ebenfalls angesprochen. "Die gemeinsame Nutzung muss natürlich noch konkretisiert werden", so Vorständin Veronika Borghorst.
Das durchgängige Hintergrundthema bei allen Tagesordnungspunkten - Aktuelles aus den Pfarreien und dem Caritasverband - war der Transformationsprozess im Erzbistum Paderborn. Das jetzige Dekanat Emschertal - umfasst Herne und Castrop-Rauxel, jedoch ohne Henrichenburg - wird zum Dezember 2026 neu errichtet. Aus den bislang vier Pfarreien im Dekanat wird eine neue Pfarrei gegründet. Die Fusion erfolgt nach Dezember 2027. "Der genaue Termin steht jedoch noch nicht fest", so Borghorst.
Zunächst markierte der Arbeitskreis, wo sich die Gemeinde- und Caritas-Standorte in Castrop-Rauxel befinden. "Katholische Angebote gibt es natürlich noch viel mehr. Die Karte werden wir daher weiter mit Nadeln bestücken", so Vorständin Veronika Borghorst.
Der Arbeitskreis vereinbarte bei seinem Treffen, dass sich alle Gemeinden, Verbände, Vereine und weitere Gruppierungen innerhalb der katholischen Kirche in der Stadt gemeinsam auf den Weg machen sollten, um Vernetzung, Gemeinsamkeit und Vielfältigkeit zu leben. Die Ressourcen sollten gebündelt werden, "denn nur gemeinsam können wir Kirche gestalten", so Borghorst.
Der Transformationsprozess als solcher wurde jedoch auch sehr kritisch gesehen und sei nicht förderlich für die Entwicklung der Kirche. Ein gemeinsamer Ausflug zur "Bonte Kerke" in Gummersbach-Lieberhausen soll den Arbeitskreis Caritas und Pastoral weiter in Bewegung bringen.
